DF Deutsche Forfait AG veröffentlicht Konzernabschluss 2007 und Prognose für 2008

16Apr2008
  • Vorläufige Zahlen für 2007 bestätigt
  • Konzerngewinn übertrifft eigene Prognosen
  • Deutliche Steigerung des Forfaitierungsvolumens und des Konzerngewinns für 2008 erwartet

Die DF Deutsche Forfait AG (Prime Standard, ISIN: DE0005488795) verzeichnete im ersten Jahr ihrer Notierung an der Börse eine sehr gute Geschäftsentwicklung. Der Außenhandelsfinanzierer mit dem Schwerpunkt auf  Forfaitierungslösungen für Exporte in Emerging Markets und Entwicklungsländer erzielte im Geschäftsjahr 2007 ein Konzernergebnis von rund EUR 5,3 Mio. Damit übertraf die Gesellschaft nicht nur ihre eigene Ergebnisprognose von EUR 4,8 Mio., sondern auch die zum Börsengang der Gesellschaft im Mai 2007 veröffentlichten Analystenschätzungen, die von EUR 4,0 Mio. bis EUR 4,2 Mio. reichten. Wie bereits anlässlich der Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen angekündigt, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende auf Basis einer Ausschüttungsquote von 50% des Konzerngewinns vor. Dies entspricht einer Dividende von EUR 0,39 je Aktie und einer Dividendenrendite auf Basis des XETRA-Schlusskurses vom 28. Dezember 2007 von rund 5,7%.

Jochen Franke, Finanzvorstand der DF Deutsche Forfait AG, sagte: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Geschäftsverlauf in 2007. In 2008 wird der positive Effekt aus dem Börsengang in Form eines erweiterten Refinanzierungsspielraums erstmalig voll zum Tragen kommen. Deshalb sind wir zuversichtlich, unsere Wachstumsziele wie geplant umsetzen zu können.“

Keine negativen Einflüsse der aktuellen Finanzkrise
Die anhaltende Finanzkrise hat keine negativen Auswirkungen auf das Geschäft der DF Deutsche Forfait AG. Im Gegenteil, die Verwerfungen an den Finanzmärkten haben in den letzten Monaten zu einem Anstieg der Margen bei Forfaitierungsgeschäften geführt, da für Risiken höhere Preise bezahlt werden. Dadurch steigt die Zahl der Transaktionen mit der für das Geschäftsmodell der Gesellschaft erforderlichen Mindestmarge. Die Nachfrage nach Außenhandelsforderungen auf dem Sekundärmarkt ist unverändert hoch, unter anderem deshalb, weil sie im Gegensatz zu synthetischen Anlageprodukten einen realwirtschaftlichen Bezug zu den Warenströmen der Im- und Exporte besitzen.

Forfaitierungsvolumen mit höherem Anteil margenstarker Geschäfte
Die DF Deutsche Forfait Gruppe hat im Geschäftsjahr 2007 ein Forfaitierungsvolumen, gemessen am Nominalwert der den Geschäften zugrunde liegenden Forderungen, von EUR 902,2 Mio. (Vorjahr: EUR 937,4 Mio.) erreicht. Der leichte Rückgang um 3,8% ist insbesondere auf die stärkere Konzentration auf strukturierte und margenträchtige Geschäfte zurückzuführen. Wichtigstes Schuldnerland in 2007 war Mexiko mit einem Anteil von 22% (EUR 200 Mio.) am Forfaitierungsvolumen. Der Anteil des Iran Geschäfts ging erwartungsgemäß deutlich von 29% auf 20% zurück. Den höchsten Zuwachs verzeichneten Geschäfte mit Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die mit
einem Volumen von EUR 88 Mio. einen Anteil von rund 10% (Vorjahr: 0%) ausmachten.

Profitabilität in 2007 weiter gesteigert
Die DF Deutsche Forfait Gruppe verbesserte im Geschäftsjahr 2007 das Rohergebnis einschließlich Finanzergebnis, die wichtigste Steuerungsgröße des Konzerns, um EUR 0,9 Mio. auf EUR 15,1 Mio. Unter Herausrechnung eines Sonderertrags im Vorjahr lag die Steigerung bei EUR 1,6 Mio. Die Forfaitierungsmarge einschließlich Finanzergebnis verbesserte sich auf 1,7% nach 1,5% im Vorjahreszeitraum. Die Verwaltungskosten erhöhten sich vor allem durch den Börsengang und die Folgekosten der Börsennotierung um EUR 0,6 Mio. auf EUR 7,1 Mio. Das Konzernergebnis lag mit EUR 5,3 Mio. um EUR 0,6 Mio. über dem Resultat des Vorjahres. Die Steuerquote des Konzerns war mit 34,8%
(Vorjahr: 39,8%) leicht rückläufig. Das Ergebnis je Aktie auf Basis der durchschnittlichen Aktienanzahl nach IFRS im Geschäftsjahr belief sich auf EUR 0,87.

Solide Kapitalausstattung
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr 2007 von EUR 42,9 Mio. auf EUR 113,0 Mio., was primär auf den gestiegenen Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie an flüssigen Mitteln zurückzuführen ist. Die Zunahme der Forderungen um EUR 55,7 Mio. auf EUR 88,5 Mio. resultierte im Wesentlichen aus einer längeren durchschnittlichen Refinanzierungsdauer vor allem bedingt durch die längere Bearbeitungszeit der Banken (Investoren) bei der Abrechnung des Forderungsverkaufs. Gleichzeitig verkürzte sich der Zeitraum für die Ausplatzierung der mit den Forderungen verbundenen Risiken. Per 31. Dezember 2007 waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu 84,9% (Vorjahr: 81,3%) besichert. Die flüssigen Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 22,8 Mio. (Vorjahr: EUR 8,2 Mio.). Das Eigenkapital erhöhte sich um EUR 14,1 Mio. auf EUR 25,0 Mio., die kurzfristigen Schulden stiegen um EUR 46,3 Mio. auf EUR 78,1 Mio. Aufgrund der deutlich höheren Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote von 25,5% auf 22,1% zum Jahresende 2007.

Ausblick
Im laufenden Geschäftsjahr 2008 rechnet die DF Deutsche Forfait Gruppe bei einem erwarteten Forfaitierungsvolumen von mindestens EUR 1,0 Mrd. mit einem Konzerngewinn von EUR 6,0 Mio. Die prognostizierten deutlichen  Steigerungsraten gegenüber 2007 basieren auf der positiven Einschätzung des Managements zur weiteren Entwicklung des Forfaitierungsgeschäfts. Auch die Ende 2007 eröffneten Büros in London und Lahore (Pakistan) sollen, so die Erwartung, einen nennenswerten Beitrag zur Volumenssteigerung leisten.

Der Geschäftsbericht 2007 der DF Deutsche Forfait AG steht ab heute auf der Webseite der Gesellschaft zur Verfügung.

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